Freitag, 16. Oktober 2015

Bird Box (Rezension)

Bird Box
Autor: Josh Malermann
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Roman
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 19,99
Erscheinungsdatum: 16.03.2015

Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich...
Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …
Das Cover des Buches hat mich echt sofort angesprochen. Es verrät nicht viel von den Inhalt, was nach meiner Sicht noch mehr Lust auf das Lesen des Buches macht.

Die Idee, die Geschichte in zwei Zeitebenen zu erzählen, fand ich wirklich gut.
Jedoch muss ich sagen, dass mir der Einstieg in das Buch aus irgendeinem Grund leider nicht leichtgefallen ist. Doch nach einiger Zeit konnte ich mich mit dem Schreibstil von Josh Malerman anfreunden und kam dann auch recht schnell durch das Buch.
Das Endzeitszenario, was in diesem Buch beschrieben wird, finde ich richtig gut. Es ist mal etwas ganz anderes, wenn die Protagonisten im Buch ihre Augen außerhalb des Hauses nicht öffnen dürfen, da man sich dann aufgrund der Empfindungen der Charaktere so richtig schön gruseln kann - denn die Protagonisten können ja nur das erzählen, was sie spüren, fühlen oder wahrnehmen, nicht das, was sie sehen. So fühlt man sich als Leser fast wie einer der Überlebenden in dem Buch.
Leider muss ich aber sagen, dass ich dieses Buch absolut nicht dem Thriller- oder gar dem Horror-Genre zuordnen würde. Dafür fehlte mir, besonders in der Zeitebene, in der Malorie auf dem Fluss unterwegs ist, einfach die Spannung.
Zwar enden die einzelnen Kapitel immer mit einem kleinen Cliffhanger, sodass man immer gleich weiterlesen muss, aber auf dem Fluss kam für mich persönlich einfach keine Spannung auf, 
Der Hauptcharakter Malorie war mir leider sehr unsymphatisch. Die Charaktere waren mir allgemein zu durchsichtig und es gibt keinen, mit dem ich mich wirklich identifizieren konnte oder der mir ans Herz gewachsen ist. Sie kommen mir irgendwie alle gleich vor und haben nicht wirklich Eigenschaften, die sie ausmachen. Das muss ich leider als großen Minuspunkt an dem Buch benennen.

»Es sind lebendige Wesen, die uns das antun. Und es reicht, wenn man eins für eine Sekunde sieht, vielleicht weniger.« 

Josh Malerman schreibt die Geschichte in zwei verschiedenen Zeitperspektiven. Wir folgen Malorie zum einen, als der Wahnsinn gerade erst beginnt, sie entdeckt, dass sie schwanger ist und noch nicht alle Menschen aus der Stadt verschwunden sind. Zum anderen aber auch, als sie sich mit ein paar Überlebenden in einem Haus verbarrikadiert und sich der Wahnsinn schon überall ausgebreitet hat. Diese unterschiedlichen Erzählperspektiven erzeugen durchaus eine gewisse Spannung und man ist als Leser sehr daran interessiert zu wissen, wie sich die Geschichte entwickelt.

Mit seinem Debütroman Bird Box präsentiert Josh Malerman ein Werk, das in Sachen Spannung und Nervenkitzel seines gleichen sucht. Erst mal angefangen, liest sich das Buch sehr schnell, in einem Rutsch, weg. Wobei das Spannungsniveau sehr hoch gehalten und kaum abfallend ist.

Ich mochte das Thema des Buches wirklich sehr, jedoch fand ich die Umsetzung einiger Szenen nicht sehr gelungen. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen. Es war wirklich spannend, man konnte es nur selten aus der Hand legen.
 





Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar des Penhaligon Verlags.

http://www.randomhouse.de/penhaligon/




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen