Sonntag, 7. August 2016

Survive the Night (Rezension)

Survive the Night
Autor:Danielle Vega
Seitenanzahl: 272
Genre: Thriller
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg
Preis: 14,95
Erscheinungsdatum: 01.07.2016
Wir werden alle sterben...
Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich und lässt sich von ihrer Freundin Shana überreden, auf eine der legendären illegalen »Survive the night«-Parties mitzukommen. Die findet in einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel statt und die Stimmung ist gigantisch. Bis Julie, ein Mädchen aus ihrer Clique, tot aufgefunden wird. Grausam zugerichtet. Casey, Shana und ihre Freunde sind schockiert. Sie wollen fliehen. Denn der Mörder scheint unter ihnen zu sein. Schon gibt es ein neues Opfer. Die Panik steigt. Wer oder was ist hinter ihnen her? Und wird Casey diese Nacht überleben?
Das Cover gefällt mir unglaublich gut und nur dadurch wurde ich überhaupt auf dieses Buch aufmerksam. Es passt super gut zur Geschichte und macht sich richtig gut im Bücherregal.

Durch eine Mail von einer lieben Mitarbeiterin des Gulliver Verlags, bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden. Obwohl ich nicht die größte Thriller-Leserin bin, hat mich der Klappentext wirklich angesprochen und  mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, da ich noch nichts über „Survive the Night“ im Internet gehört habe, daher konnte ich mich ohne Vorurteile in das Buch fallen lassen und kann nur sagen, dass es mich überraschenderweise wirklich überzeugt hat.

Nach einer kurzen Beschreibung der Protagonistin und ihrer Vergangenheit beginnt die Geschichte direkt rasant. Mir hat der Einstieg schon sehr gut gefallen, durch den leichten Schreibstil hat man gar nicht gemerkt, wie die Seiten dahingeflogen sind.

Nachdem die Clique auf der verbotenen Rave angekommen ist, war die Stimmung einfach nur noch düster und unheimlich. Viele Ereignisse passieren schnell hintereinander und durch den Drogenkonsum der Jugendlichen, wusste man anfangs gar nicht mehr, was nun wirklich passiert ist oder nur in den Köpfen der Charaktere. Gerade die unerwarteten Wendungen und die spannenden Enden der Kapitel haben mir richtig gut gefallen und mich immer weiter zum Lesen „gezwungen“. Was genau sich nun wirklich in dem U-Bahn Tunnel abspielt und ob die Clique und die anderen Partygäste wirklich in tödlicher Gefahr sind, müsst ihr natürlich selber lesen. Vorweg möchte ich sagen, dass doch einige blutige und etwas ekelige Szene ausführlich beschrieben werden, diese jedoch nicht im Vordergrund stehen.

Die Charaktere haben mir durchweg gut gefallen. Gerade Casey konnte mich mit ihrer Vergangenheit in ihren Bann ziehen. Sie war eine wirklich strake Protagonistin, die immer wieder versucht hat den Drogen aus dem Weg zu gehen, die ihre Freunde ihr immer wieder angeboten hat. Denn sie möchte unbedingt clean bleiben und versuchen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen.

Sam war wirklich der ruhige Pol in der Geschichte. Er brachte die Clique immer wieder ins Gleichgewicht und hat mir wirklich gut gefallen, obwohl er durch Aktionen die er in der Zeit gemacht hat, als Casey im Entzug war, mir zeitweise unsympathisch wurde.

Shana kam mir anfangs schon etwas komisch vor, Drogen, Alkohol und Adrenalin sind wirklich ihr Ding. Durch sie ist Casey erst überhaupt Drogensüchtig geworden. Wohlwissen, dass Shana kein guter Umgang für Casey ist, stürzt sie sich mit ihr wieder in verbotene Abenteuer.

"Der größte Turm war fast fünfzehn Meter hoch. Niemand traute sich da rauf, aber ich war betrunken und ein bisschen high und wollte irgendwas Gefährliches machen. Ich wollte mich lebendig fühlen." 

Der Schreibstil der Autorin war sehr passend zu dem Genre Thriller. Kurze, prägnante Sätze brachten Spannung und Tempo in die Geschichte. Diese wird komplett von der Hauptprotagonistin Casey erzählt. Hierbei hat die Autorin sich für die Ich-Perspektive entschieden, welche für mich auch sehr passend ist. So lernen wir die Vergangenheit und Gegenwart von Casey kennen und können uns gut in sie reinversetzten. Auch ihre Freunde lernt man durch ihre Rückblicke gut kennen.

Survive the Night war für mich ein sehr überraschendes Buch! Die Mischung aus Spannung, Angst und Horror machen dieses Buch zu einem wirklich tollen Werk! Ich kann es euch nur ans Herz legen und hoffe, dass das Buch vielleicht doch noch die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient hat.




Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar des Gulliver Verlags.





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