Flugangst 7A (Rezension)


Flugangst 7A
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenanzahl: 400
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 22,99
Erscheinungsdatum: 25.10.2017

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin. Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet. Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen. Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...
 
Die Covergestaltung ist der absolute Hammer. Dafür ein großes Lob an den Droemer Verlag. In den käuflichen Ausgaben findet ihr ein Wackelcover, welches eine Person im Fenster des Flugzeuges zeigt. Ich glaube passender kann ein Cover gar nicht zur Geschichte sein.


 
Seitdem der Verlag die Erscheinung des Buches veröffentlicht hat, war für mich klar, dass dieses Buch in meinem Bücherregal landen wird. Cover und Klappentext haben es mir ab der Ersten Minute angetan. Nachdem das Buch in meinem Briefkasten gelandet ist, musste ich es natürlich direkt beginnen, keine 24 Stunden später war „Flugangst 7A“ auch schon verschlungen.

Wir haben für Sie reserviert: 7A. Der gefährlichste Platz in einem Flugzeug. 
Mats Krüger, ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, muss seine panische Flugangst überwinden, als seine hochschwangere Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Mats, der nach dem Tod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert ist, hatte nie wieder vor zurückzukehren. Doch jetzt bittet Nele ihren Vater kurzfristig, ihr nach der Geburt des Babys Beistand zu leisten.

Nach der Teilnahme an einem Flugangst-Seminar geht Mats an Bord des Langstreckenflugs Buenos Aires – Berlin. Schon kurz nachdem er seinen Platz eingenommen hat, muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Es ist keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung, die ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand treiben. Sondern der Anruf eines Unbekannten, der ihm eröffnet, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Jemand, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite. Und den er nun dazu bringen soll, über 600 Passagiere und sich selbst in den Tod zu reißen…

Parallel zur Handlung an Bord des Flugzeugs verfolgt der Leser außerdem, was mit Mats' Tochter Nele passiert. Ihre Entführung passt von Anfang an nicht mit dem augenscheinlichen Plan des Erpressers zusammen, denn das Motiv von Neles Entführer ist ein ganz anderes - allerdings nicht minder verstörend und überspitzt. Die Verwirrung ist also perfekt: Was will der Irre eigentlich von der hochschwangeren Nele und was hat er mit dem geplanten Absturz des Flugzeugs zu tun? Fragen, die man sich während des Lesens stellt und deren Beantwortung am Ende natürlich noch so manche Überraschung bereithalten.

Die Charaktere haben mir wieder super gefallen. Schnell konnte ich mich mit den Protagonist Mats identifizieren. Da ich selbst ein kleines bisschen Flugangst auf Langstreckenflüge habe, fand ich gerade die ganzen Informationen aus dem Flugangst-Seminar super interessant.  Auch die anderen Personen waren mal wieder perfekt ausgearbeitet und wie immer ganz besonders. Sie haben Ecken und Kanten, was sie umso greifbarer und authentischer macht.

Mit seinem gewohnt leichten und spannenden Schreibstil hat Sebastian Fitzek es geschafft, mich in seinem Konstrukt voller menschlicher und psychischer Abgründe, durchgehend zu fesseln. Durch die wechselnden Ansichten der Darsteller in den einzelnen Kapiteln erfährt man als Leser von jedem der Personen die Sichtweisen und sieht die Handlung aus den verschiedenen Blickwinkeln. Zu Beginn zwar etwas ruhiger, wird die Story nach und nach immer spannender und bedrückender, um sich dann durch viele, für mich komplett unvorhergesehene Wendungen. Fitzek behandelt wie auch in seinem Vorgänger viele aktuelle Themen, was mir persönlich immer richtig gut gefällt, so wirkt das Buch noch echter und zeitgemäß.


   
Für mich eins der besten Fitzek-Romane überhaupt, obwohl ich gestehen muss, dass ich noch 3-4 Werke von ihm lesen muss, darunter auch seine alten Romane, die ja total gelobt werden. Vielleicht nicht unbedingt eine Lektüre, die man auf einer Flugreise lesen sollte, ansonsten aber eine absolute Leseempfehlung für alle Thriller-Fans!


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar des Droemer Knaur Verlags.

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